Der zweite Tag begann mit einem sehr interessanten Panel über Metro Media. Hier glänzte vor allem Felix Petersen, der das gemeinsam mit Stefan Kellner entwickelte Portal PLAZES.COM vorstellte. Jyri Engestroem zeigte, wohin die Reise mit Mobile Devices gehen wird. Open Source und Open Networks werden mobile Geräte zu universellen Tools machen, über die sich Mitglieder der social community definieren (?).

Der Höhepunkt des Tages war zweifellos das Panel mit Esther Dyson von cnet, Marissa Meyers von Google und Martin Varsavsky von fon, die über „The next big Thing“ sinnierten. Während Dyson und Meyers eher blass blieben, glänzte Varsavsky mit provokanten Thesen wie „Die Bedeutung von Werbung als Geschäftsmodell wird abnehmen“ und „Die Zukunft gehört der Kommunikation ohne Buchstaben, sondern über Audio und Video“. Er lobte Google für seine kreative, innovative Arbeitsumgebung und vor allem für seine Weigerung, Daten an die US-Regierung weiterzugeben (und erhielt dafür entsprechenden Beifall). Leider hatte Varsavsky nicht die Gelegenheit über sein spannendes Projekt “fon.es” zu berichten.
Im Panel Innovation verbreiteten die deutschen Vertreter von O2, Intel, Logitech, Microsoft, BMW eher Langeweile und Allgemeinplätze wie z.B.: Innovation is source for growth (O2); Innovation must be managed (Intel); Innovation needs to enrich sonsumer life (Logitech); We spend 8 billon dollars for Innovation (Microsoft); Innovation needs brand awareness (BMW).
Etwas aus der Reihe fiel der Vortrag über die Entwicklung des Computers von George Dyson, wobei sich erneut herausstellte, dass die Leistung von Konrad Zuse in USA gänzlich unbekannt ist. Die Präsentation des Honda-Roboters Asimo zeigte, wie weit die Robotik mittlerweile entwickelt ist, und welcher Weg noch vor den Ingenieuren liegt.
Fazit: Eine hochkarätige Veranstaltung. Auf eine Reihe von Beiträgen hätte man verzichten können, um bei den wirklich interessanten Themen mehr in die Tiefe zu gehen.
