In der letzten Woche habe ich unsere Berufspendlerbörse www.pendla.de im Rahmen des Startup Awards des diesjährigen Web 2.0 Kongress in München vorgestellt. Mit Pendla.de traten dabei insgesamt zehn Startups gegeneinander an. Innerhalb von sechs Minuten musste das Fachpublikum von der Idee und dem Geschäftsmodell überzeugt werden.

Ich durfte die Schlacht um den 1. Platz eröffnen und habe zum Einstieg meiner Präsentation unser Video gezeigt, was beim Publikum sehr gut ankam. Danach waren die anderen neun Startups an der Reihe ihre Geschäftsidee vorzustellen.




Hier die Liste der nominierten Startups:

  1. Pendla.de die Online-Pendlerbörse mit Fokus auf CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit
  2. Das Käuferportal vermittelt auf Basis einer Produktbeschreibung die dazu passenden Produkte und Dienstleistungen der registrierten Anbieter und Hersteller
  3. Der Gutschein Spezialist kauft Gutscheine auf nach dem Motto „Besser Geld in der Hand, als einen Gutschein im Schrank“
  4. Smaboo ist eine Plattform über die Unternehmen Kampagnen zur Verbreitung Ihrer Marken und Produkte starten können
  5. Mit Comicstars kann jeder seine eigenen Comics und Mangas vertreiben und die Comics anderer lesen
  6. Loomondo ist eine Vermittlungsplattform für Heimarbeit
  7. sMeet bietet eine webbasierte virtuelle Welt, in der sich Menschen treffen und gemeinsam Musik und Videos konsumieren können
  8. Roccatune ist ein kostenfreier, legaler Online Music-Player mit ca. 2 Millionen Songs, die in voller Länge verfügbar sind
  9. Die Kellnerkartei ist eine Stellenbörse speziell für den Gastro-Bereich
  10. Talential ist eine Vermittlungsplattform für Führungskräfte

Im Anschluss an die Präsentationen wurde der Sieger direkt vom Publikum per TED gewählt. Wir konnten uns mit Pendla.de über einen sehr guten zweiten Platz freuen und haben auch nach der Preisverleihung beim anschließenden Networking absolut positives Feedback bekommen. Als Gewinner bei der nunmehr dritten Verleihung des Web 2.0 Awards ging Roccatune hervor. Für uns war die Teilnahme am Web 2.0 Startup Award ein voller Erfolg und lässt uns mit großer Erwartung auf die nächsten Veranstaltungen blicken.


Platzierungen der Startups beim Web 2.0 Award

Web 2.0 Kongress in Hamburg
20. Oktober 2008 | Geschrieben von Jörg Bienert | Keine Kommentare »

Anfang letzter Woche fand der nun bereits fünfte Web 2.0 Kongress in Hamburg statt. An zwei Tagen gab es in der angenehmen Atmosphäre des Interconti Hotels an der Alster interessante Vorträge zu aktuellen Trends , innovativen Konzepten sowie jede Menge Beispiele aus der Unternehmenspraxis.

Web 2.0 Logo

Einen spannenden Kontrapunkt setzte Ibrahim Evsaon, der diesmal nicht über Sevenload sondern über die Herausferungen der Online-Spielsucht von Jugendlichen berichtete.

Es gab Praxisberichte für den Einsatz von Web 2.0, Enterprise 2.0, Blogs und Wikis von Unternehmen wie Bayer, E-Plus, Payback, DHL, Otto, Dresdner Bank, BBC, BBDO und vielen anderen.

Prof. Andreas Dengel zeigte in seiner Präsentation die Möglichkeiten des Semantiv Web in der Praxis und einige Beispiele aus den Projekte der Deutschen Forschungsgesellschaft für  künstliche Intelligenz.

bild2.png

Ein unterhaltsamer und auffschlussreicher Vortrag war die Präsentation von Dirk Daniel Stoeveken und Klaus Ulonska, Präsident des Fussball-Traditionsclubs Fortuna Köln. Auf Basis der Online-Communitiy www.deinfussballclub.de beteiligen sich ca 20.000 Mitglieder an der Finanzierung der ersten Mannschaft und greifen aktiv in Entscheidungsprozesse ein.

In meiner Präsentation habe ich einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Bausteine einer „Enterprise 2.0“ und mögliche Alternativen zur technischen Umsetzung zu gegeben (nähere Infos folgen.)

Am spannendsten und unterhaltsamsten war sicherlich die Verleihung des Web 2.0 Startup Awards. In einem 6-minütigem Elevator-Pitch stellten 10 Unternehmensgründer ihre innovativen Geschäftsideen vor. Gewonnen hat das Job-Portal younect, knapp vor dem von mir favorisiertem Schweizer Start-up-Unternehmen Amazee und dem Karaoke-Portal Mikestar. Nähere Informationen finden sich unter http://www.web2.0-kongress.de/presse/web-20-startup-award-geht-an-younect/

bild1.png

Der Kongress wurde von den Teilnehmenr sehr positiv bewertet, auch wenn die anfängliche Aufbruchstimmung des ersten Kongresses mittlerweile einer etwas nüchterner Betrachtungsweise von konkreten Anwendungsszenarien gewichen ist.

Die Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung bei dem von IIR organisierten Event hat wieder einmal viel Spass gemacht und ich freue mich auf das nächste Zusammentreffen am 30./31. März 2009 in München.

Vom 16. bis 17. April 2008 findet der Web 2.0 Kongress in Wiesbaden statt, dessen Organisation ich nun bereits zum vierten Mal als Fachbeirat unterstützen konnte.

Über beide Veranstaltungstage finden parallel zwei Vortragsreihen statt zwischen denen die Teilnehmer je nach Interesse wechseln können: Zum einen “Marketing 2.0 & Communication 2.0″, zum anderen “Enterprise 2.0″.

Wer sich hauptsächlich für Marketing und Kommunikation mit Hilfe von Web 2.0-Mitteln interessiert, bekommt unter anderem Erfahrungsberichte und Vorträge von Hubert Burda Medien, stern.de, Samsung Deutschland oder Nestlé SA. Kundenkommunikation über Communitys, Social Shopping oder Mobile 2.0 sind weitere Themen .

Auch die Enterprise 2.0-Vorträge sind nicht weniger interessant. Kernthema bei dieser Veranstaltungsreihe: Wie können Web 2.0-Techniken unternehmensintern (bzw. zur Pflege des Business-Netzwerks) sinnvoll eingesetzt werden? Der Einsatz von Wikis für das interne Wissensmanagement oder das Betreiben von Weblogs sind hier unter anderem Thema. Aus den USA kommt Dr. Werner Vogels, Vice President von Amazon, der über die innovativen Web-Services von Amazon berichten wird.

Ich selber werde, wie bereits auf der Omnicard, einen kurzen Vortrag über “Identity Management 2.0″ halten. Beim “get together” am Mittwoch Abend stehen “Networking” und “Socializing” auf dem Plan sowie ein Startup-Wettbewerb auf den ich sehr gespannt bin.

Web 2.0 goes corporate
10. Oktober 2007 | Geschrieben von Michael Hummel | 1 Kommentar »

Gleich zu Beginn des dritten deutschen Web 2.0 Kongresses am 9.-10. Oktober 2007 in Berlin räumte Herr Prof. Dr. Marc Drüner mit einigen Vorurteil gegenüber „Onlinern“ – intensiven Internet- und Web 2.0-Nutzern – auf. Seine neuesten Auswertungen von inzwischen 50.000 Online-Interviews mit Internetnutzern widerlegt nachdrücklich die Aussage, dass Onliner weniger soziale Beziehungen haben als „normale Menschen“. Er führte aus, dass „Doppelt so viele Onliner wie Offliner viele Freundschaften haben“.

Nicht verwunderlich, dass immer mehr Internetangebote neben dem Menschen seine sozialen Beziehungen in den Mittelpunkt stellen.
Communities sind nicht neu, aber deren wirtschaftliche Bedeutung nimmt zu und wird von den Werbetreibenden mehr und mehr ernst genommen. „Web 2.0 goes corporate“ als Titel der Veranstaltung ist gut gewählt, viele Referenten zeigten anhand von Praxisbeispielen Potentiale und Wege zur Monetarisierung des Web 2.0 auf.

Web 2.0 Konferenz Logo

Im folgenden einige Kernaussagen von Referenten die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind:

  • Fernsehen wird zum Nebenbei-Medium (Andreas Neus, IBM)
  • Selbst ein schlechter Internet-Auftritt mit gutem Content bring Erfolg, umgekehrt nicht (Peter Neumann, Holzbrink)
  • Womensnet.com hat bereits 300.000 – 500.000 aktive Nutzer (Andreas Günther, Henkel)
  • Marketing 2.0 = Web 2.0 + X (Dirk Schallhorn, Hamburg-Mannheimer-Versicherung)
  • Facebook war bei allen Referenten auf der Agenda, mehr als 2000 Applikationen existieren bereits für dieses soziale Netz (Prof. Dr. Marc Drüner, Trommsdorff + Drüner)
  • Internet-Nutzer beraten bei der Kaufentscheidung besser als Preisvergleichsmaschinen (Sven Schmidt, Dealjaeger)
  • Mobil-Advertising erreicht den Kunden direkter als klassische Internetwerbung, immer und überall (Jan Webering, Sevenval)
  • Süd-Korea ist ein Referenzmarkt, dort sind heute schon Netzwerkbandbreiten von 10 MBit auch Mobil für jedermann jederzeit verfügbar (Dr. Stefan Glänzer)
  • Microsoft und Google konkurrieren um einen Anteil von 5% an Facebook für den sie derzeit $500 Mio bieten (Wer hat denn das gleich noch gesagt?)
  • In den letzten 12 Monaten wurde ca. 1 Mrd$ in Virtual-Worlds-Company investiert (Maurizio Barucca, Avastar)

web20kongress