Der wichtigste Inhalt eines Software-Handbuches ist die Rufnummer des telefonischen Supports. So denken viele Anwender, denn sie sind enttäuscht von den oftmals veralteten und schlechten Software-Handbüchern die Ihnen von den IT-Abteilungen zur Verfügung gestellt werden. Die Support-Mitarbeiter leiden ebenfalls unter der Qualität der Handbücher und müssen sich gleichzeitig mit teilweise überflüssigen Anfragen von verärgerten Benutzern auseinandersetzten.

 

Mit diesem Zustand wollte sich ein Software-Anbieter aus der Tourismus-Branche nicht zufrieden geben. In Zusammenarbeit mit der empulse GmbH entstand eine pragmatische Lösung die zu höherer Kundenzufriedenheit und weniger Support-Anfragen führte. 

 

Zunächst wurde die Verantwortung für die laufende Aktualisierung des Software-Handbuchs von der IT an den Support übertragen. Die Pflege des Software-Handbuchs erfolgt nun gemeinschaftlich durch alle Support-Mitarbeiter in einem Business-Wiki welcher durch die Pflege der Wiki-Seiten in Microsoft Word für alle einfach zu Bedienen ist. Über das Wiki wird den Anwendern eine jederzeit aktuelle Version Online bereitgestellt in der sie einfach suchen und wichtige Stellen markieren können.

 

Im nächsten Schritt wurde eine Schnittstelle zwischen Anwendungssoftware und Wiki realisiert, welche den seitengenauen Zugriff auf das Software-Handbuch aus der Anwendung heraus ermöglicht. Drückt der Anwender die F1-Taste in der Anwendung erhält er eine Liste relevanter Wiki-Seiten des Software-Handbuch. Hierbei wird der aktuelle Anwendungs-Dialog, die bevorzugte Sprache des Anwenders, das Land und die Software-Version berücksichtigt. So erhält der Anwender direkten Zugriff auf relevante und aktuelle Information und kommt sehr viel seltener in Versuchung den Support anzurufen.

 

Ausschlaggebend für den Erfolg des Projekts war die Begleitung der Support-Mitarbeiter sowie die reibungslose Integration des Business-Wikis in die Arbeitsumgebung. Von den Support-Mitarbeitern wird die neue Lösung sehr gut angenommen da sie nun selbstständig und schnell auf sich häufende Supportanfragen durch die Aktualisierung des Software-Handbuchs reagieren können.

 

Screenshots Webservice und Online-Handbuch

Im Rahmen des 16. WebMontags haben wir erstmalig unser Projekt “Pendla.de” vorgestellt. Pendla.de ist eine Online-Plattform zur kostenlosen Vermittlung von Fahrgemeinschaften mit dem Fokus auf CO2Einsparungen und Nachhaltigkeit. Hauptzielgruppe sind Berufspendler, die mit wenigen Klicks passende Mitfahrgelegenheiten finden oder Angebote einstellen können.

Über ein Widget lässt sich pendla in bestehende Websiten anbieten. Dies ist vor allem für Veranstaltungen, Messen, Kongresse und barcamps interessant, da das Reiseziel und Zeit passend vorbelegt werden können. Das Webmontag-Publikum gab eine positive Resonanz auf das Design, die Einfachheit der Bedienung und die pendla.de-Wortmarke. Die Darstellung der Inhalte in Lightboxen und die Visualisierung der Strecken mithilfe von Google Maps wurden gelobt, wie sie die Seite für den Benutzer anschaulicher und greifbarer machen.

Ein weiterer, interessanter Beitrag wurde zum Thema “GPR Tracking und Visualisierung in Google Maps Flash API” von David Neu vorgetragen. Ein in Flex geschriebenes Programm kann sowohl Höhenprofile der Strecke/Teilstrecken als auch Höhenkarten darstellen. Die GPS Daten werden in im XML Format verarbeitet. Dies erleichtert das Einlesen und Verwendung der Koordinaten und Höhenangaben in Google Maps. Beeindruckende Bilder von seiner Teststrecke durch den Oman rundeten den Vortrag ab. Schließlich gab Sebastian Majstrorovic im letzten Vortrag an diesem Abend seine “Top5 Browsertricks” zum Besten. Die Präsentation soll im Wiki des Kölner Webmontags zum Download bereitgestellt werden.

Nächste Woche soll die Version 2.10 der Wiki-Software Confluence erscheinen. Da die empulse GmbH offizieller Atlassian-Partner ist, hatte ich heute Gelegenheit in einem Webinar bereits einen Blick auf die neuen Features von Version 2.10 zu werfen. Neben über 200 Bugfixes haben auch einige interessante neue Features den Weg in Confluence gefunden:

  • Der so genannte Widget Connector z.B. bindet als Macro mit wenigen Code-Zeichen Inhalte aus Youtube, Flickr, Slideshare, Google, Twitter und anderen Web 2.0-Anwendungen ein. Um bspw. ein Youtube-Video einzubinden, reicht es aus, folgende Zeile Quell-Code als Macro einzugeben: {widget:url=http://www.youtube.com/watch?v=oHg5SJYRHA0}
  • Die Suche in Confluence ist ebenfalls überarbeitet worden und hat eine neue, übersichtlichere Darstellung spendiert bekommen. Zudem wurde sie um aktive Suchvorschläge als AJAX-DropDown unter dem Suchfeld ergänzt.
  • Der Office-Connector, welcher bisher lediglich als Plug-In zur Verfügung gestellt wurde, ist in der neuen Confluence-Version in einer verbesserten Version von Hause aus an Bord.
  • Über CSS-Stylesheets kann bereichsweise jedes beliebige Layout-Template direkt beeinflusst werden. Der umständliche Weg über das Theme entfällt.
  • Ein neues Macro für eine übersichtlichere und performantere Kommunikation mit JIRA wurde integriert.
  • Der teils schlecht funktionierende Rich-Text-Editor wurde überarbeitet und soll -speziell beim Umschalten zwischen Wiki-Markup und WYSIWYG-Ansicht (bisher eine Schwachstelle)- deutlich besser funktionieren.

Bei der Auswahl der umgesetzten Features hat sich das Atlassian-Team, übrigens wie in den vergangenen Confluence-Versionen auch, auf zahlreiche “Feature-Votes” der User- und Developer-Community gestützt. Dabei können Community-Mitglieder Vorschläge für neue Funktionen machen und jeder aus der Community kann für die einzelnen Features voten. Die Funktionen mit den meisten Stimmen werden dann bevorzugt umgesetzt.

Ich bin gespannt auf das Release 2.10 und verspreche mir insbesondere von den Bug-Fixes an dem Rich-Text-Editor sowie den Verbesserungen des Office-Connectors ein noch besseres Arbeiten mit Confluence.

Web 2.0 Kongress in Hamburg
20. Oktober 2008 | Geschrieben von Jörg Bienert | Keine Kommentare »

Anfang letzter Woche fand der nun bereits fünfte Web 2.0 Kongress in Hamburg statt. An zwei Tagen gab es in der angenehmen Atmosphäre des Interconti Hotels an der Alster interessante Vorträge zu aktuellen Trends , innovativen Konzepten sowie jede Menge Beispiele aus der Unternehmenspraxis.

Web 2.0 Logo

Einen spannenden Kontrapunkt setzte Ibrahim Evsaon, der diesmal nicht über Sevenload sondern über die Herausferungen der Online-Spielsucht von Jugendlichen berichtete.

Es gab Praxisberichte für den Einsatz von Web 2.0, Enterprise 2.0, Blogs und Wikis von Unternehmen wie Bayer, E-Plus, Payback, DHL, Otto, Dresdner Bank, BBC, BBDO und vielen anderen.

Prof. Andreas Dengel zeigte in seiner Präsentation die Möglichkeiten des Semantiv Web in der Praxis und einige Beispiele aus den Projekte der Deutschen Forschungsgesellschaft für  künstliche Intelligenz.

bild2.png

Ein unterhaltsamer und auffschlussreicher Vortrag war die Präsentation von Dirk Daniel Stoeveken und Klaus Ulonska, Präsident des Fussball-Traditionsclubs Fortuna Köln. Auf Basis der Online-Communitiy www.deinfussballclub.de beteiligen sich ca 20.000 Mitglieder an der Finanzierung der ersten Mannschaft und greifen aktiv in Entscheidungsprozesse ein.

In meiner Präsentation habe ich einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Bausteine einer „Enterprise 2.0“ und mögliche Alternativen zur technischen Umsetzung zu gegeben (nähere Infos folgen.)

Am spannendsten und unterhaltsamsten war sicherlich die Verleihung des Web 2.0 Startup Awards. In einem 6-minütigem Elevator-Pitch stellten 10 Unternehmensgründer ihre innovativen Geschäftsideen vor. Gewonnen hat das Job-Portal younect, knapp vor dem von mir favorisiertem Schweizer Start-up-Unternehmen Amazee und dem Karaoke-Portal Mikestar. Nähere Informationen finden sich unter http://www.web2.0-kongress.de/presse/web-20-startup-award-geht-an-younect/

bild1.png

Der Kongress wurde von den Teilnehmenr sehr positiv bewertet, auch wenn die anfängliche Aufbruchstimmung des ersten Kongresses mittlerweile einer etwas nüchterner Betrachtungsweise von konkreten Anwendungsszenarien gewichen ist.

Die Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung bei dem von IIR organisierten Event hat wieder einmal viel Spass gemacht und ich freue mich auf das nächste Zusammentreffen am 30./31. März 2009 in München.

Liferay European Symposium 2008

Vom 23. bis 24. September 2008 fand das Liferay European Symposium in Offenbach statt. Das Event rund um die Portal-Software Liferay richtete sich vorwiegend an Entwickler und war mit ca. 190 internationalen Besuchern restlos ausverkauft.

Die Teilnehmer bekamen dabei einiges geboten: Das gesamte Management-Team war aus den USA angereist und stellte einige neue Features, wie die Integration einer eigenen Online-Office-Suite oder einer Business-Version (inklusive entsprechendem Support) der Open-Source-Software vor. Zudem gab es Präsentationen der leitenden Software-Architekten, der UI-Entwickler sowie zahlreiche weitere Vorträge aus den Bereichen (Core-) Entwicklung. Zwischendurch stellten Liferay-Kunden aus namenhaften Unternehmen ihre Usecases vor, was für etwas Abwechslung zu den ansonsten stark technikorientierten Themen bot.

Besonders gut gefiel mir die lockere Atmosphäre der Veranstaltung sowie der direkte Kontakt zum Liferay-Management. Dieses nahm sich trotz Jetlag viel Zeit für die Teilnehmer und beantwortete jede Frage gerne.

Facebook verklagt StudiVZ
19. Juli 2008 | Geschrieben von Niklas Bulitta | 1 Kommentar »

Eigentlich konnte man es ahnen: Facebook verklagt studivz. Warum? Weil nach der Ansicht von Facebook die deutsche Social Network Plattform ihrem eigenem Angebot zu ähnlich ist. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn alleine die Startseiten verglichen werden, sieht das Ganze aus wie Facebook in rot.

Die Vorwürfe sind nicht neu, bereits 2006 wurde über die Ähnlichkeiten berichtet. Wahrscheinlich war die Ähnlichkeit sogar beabsichtigt, aber das lässt sich nur vermuten. Als Hinweis hierauf dienen Fehlermeldungen der Webseite, die den Verzeichnispfad zur Webanwendung offen legen, wie auf Flickr zu sehen ist. Hier ist von Fakebookdie Rede, ja wirklich Fakebook mit K.

Warum macht Facebook das? Geld? Publicity? Konkurrenz ausbremsen? Was meint Ihr?

Weil hinter studivz die Holtzbrinck Gruppe steht, lohnt es sich finanziell wahrscheinlich. Was für ein Schachzug! Hier noch die Meldung im Focus und auf TechCrunch.

via [Gründerszene]

« Previous Entries Next Entries »